Erfahrungsberichte von Teilnehmern
- Gerhard Fries
- Ulrike Wikner
- Beate Kaspar
- Dr. Gudrun Reinschmidt
Kleiner Kongress-Kommentar
Wenn es ein gutes Zeichen gibt, dass ein Kongress erfolgreich war,
dann ist es, dass sowohl Teilnehmer als auch Organisatoren am Ende
ganz entspannt und zufrieden sind.
Insoweit war es ein sehr erfolgreicher Kongress, der Anregung auf
vielen unterschiedlichen Feldern bot und der zeigte, dass NLP lebt
und die wild days' noch lange nicht zu Ende sind.
Das macht Lust auf mehr, insbesondere da der Kongress wegen seiner
Regionalität mit einer Teilnehmerzahl von knapp 100 Personen
und der angenehmen Tagungsstätte einen schön übersichtlichen,
ja familiären Rahmen bot. Das Workshop-Angebot war wohltuend
knapp bemessen, was zur Entschleunigung beitrug und die Zeit ließ,
die auf Kongressen möglicherweise die wichtigste ist: Sich kennen
zu lernen, auszutauschen und Kontakte zu pflegen und zu knüpfen.
Gerhard Fries
Mein Eindruck vom NLP-Kongress
2009
Laura Baxter hustete wie eine Katze, die Gewölle ausspuckt. So
also geht gesundes Husten. Husten, das die Stimmbänder nicht
anstrengt. Neben anatomischen Grundkenntnissen erhielt ich in dem
Workshop einen spannenden Einblick und konkrete Tipps für eine
gesunde Stimme.
Spannende Einblicke und konkrete Tipps - das habe ich als Grundmuster
in allen Workshops erlebt. Beispiel Werner Simmerl: Mit 86 Jahren
sieht er sich auf einer Bank sitzen, ein Bier vor sich, und erzählt
einem Jüngeren aus seinem Leben. Das ist seine Vision. Gekonnt
spann er den Bogen von dem Bild der Vision, die jede entwickeln sollte
- das Schloss am Ende des Weges - zum Selbstmanagement.
In den Workshops erlebte ich Bedenkenswertes, Berührendes und
Begeisterndes. In den Pausen zog mich Udo Böhms Büchertisch
magisch an. Wo finden wir sonst eine so reichhaltige Auswahl zu NLP
und einen kompetenten Berater? Mein Geldbeutel wurde bei jedem Vorbeigehen
schmaler, weil wieder ein "must have" Buch in meiner Tasche
gelandet war.
Am Sonntag überraschte uns Lukas Derks mit tollen Flip Charts,
einem Achteck auf dem Boden, das er mit Sachkenntnis und seinem wunderbaren
Humor erläuterte und mit Leben füllte. Sein Workshop erinnerte
an vergangene Ausbildungstage: Life-Demo, Erläuterungen, eigene
Übungen. Ein bewährter Weg, sich ein neues Format zu erschließen.
Vermisst habe ich nur eines: Einen Pre-Workshop, der die Entscheidung
erleichtert. Es liefen so tolle Workshops parallel!!
Toll auch der immer freundliche und schnelle Service durch die MitarbeiterInnen
des Frauenwerks.
Fazit: Sehr lohnenswert, tolle Workshops, interessante Pausengespräche,
konkrete Tipps, viele neue Bücher - und Vorfreude auf den nächsten
Kongress!
Ulrike Wikner
Kongress "Bericht"
NLP-Kongress
Samstag Morgen: Ich freue mich, wieder einmal im Frauenwerk in Sein
zu Gast zu sein - das Gebäude und der Platz haben für mich
jedes mal von Neuem eine angenehme Ausstrahlung. Schon am Eingang
werde ich freundlich empfangen und auch der Kaffee steht schon bereit
- und das, obwohl ich eine halbe Stunde vor Beginn bereits da bin.
Um 9:15 startet - fast pünktlich - die Einführung und die
Vorstellungsrunde der Trainer. Eine, wie ich finde, sehr zweckmäßige
Einrichtung, denn so kann ich diejenigen, die ich noch nicht kenne,
vorab kennenlernen und ein wenig einschätzen.
Die Qual der Wahl ist groß. 4 parallele Tracks laufen und ein(e)
Trainer(in) scheint interessanter als der/die Andere. Für den
ersten Workshop entscheide ich mich spontan für Paola Paruschke
- hier werde ich mit italienischer Lebenslust zum Thema Beziehungen
"unterhalten" - und ich lerne viel Neues, aber auch Altbekanntes
in neuer Form kennen. Angesteckt von italienischer Leidenschaft, verlasse
ich den Kurs und finde - wie gewohnt - leckeres Gebäck und Kaffee
vor, um mich für den nächsten Workshop zu stärken.
Dort erfahre ich dann, etwas über Spiegelneuronen, und die Kunst
der ersten Begegnung und was der erste Mensch ohne Fell mit der beruhigenden
Sprache für Babys zu tun hat. Informiert schreite ich zum Mittagessen.
Dann kommt allerdings ein kleiner Einbruch. wie auch schon im letzten
Jahr ist es kulinarisch wenig ausgereift - Werkskantinenqualität
.... aber immerhin reichlich und von freundlichem Personal aufgetragen.
Auch in der Mittagspause darf natürlich das social-networking
nicht fehlen - ich treffe alte Bekannte, lerne neue Menschen kennen
und habe viel Gelegenheit, mich auszutauschen, Neuigkeiten zu erfahren
und Beziehungen zu vertiefen.
Der erste Nachmittagsworkshop führt mich ins Reich der Methaphern
- auch wenn ich nicht zu allen gehörten raten würde, so
sind doch einige dabei, die mir zusagen und der Vortrag ist kurzweilig
und mit vielen Überraschungen gespickt. Es sind viele neue Ideen
und Anregungen enthalten und es gibt viel Zeit, selbst etwas auszuprobieren.
Daraufhin folgt der Nachmittagskaffee - und der Workshop Nummer 4:
Kristine Alex stellt Orte auf - Häuser, Wohnungen, auch Gärten
kommen darin vor. Ich hätte noch viele Stunden damit verbringen
können, mich von ihrer virtuosen Arbeitsweise begeistern zu lassen
- Schon lange bin ich davon überzeugt, dass Orte eine "Seele"
haben, dass es unterschiedliche Felder und Stimmungen in Wohnungen
gibt. Hier bekommen sie eine Stimme, dürfen sich zeigen und kundtun,
wie es Ihnen geht. Ein wunderschöner und berührender Ausklang
des ersten Tages.
Zum ersten Mal ist in diesem Jahr auch der Sonntag noch mit Programm
versehen. Jeder der möchte, kann dieses extra "dazu buchen"
und sich einen Tag im Sozialen Panorama schulen lassen und das vom
Meister, Lucas Derks, persönlich. Diese Gelegenheit lasse ich
mir natürlich nicht entgehen - und die Teilnahme lohnt sich.
Ich begegne einem humorvollen und versierten Trainer, der sein Wissen
und seine Erfahrungen mit uns teilt. In vielen Übungen können
wir das Gelernte gleich vertiefen und gleichzeitig eigene Themen klären.
Das soziale Panorama entpuppt sich für mich als ideale Ergänzung
zu NLP.
Alles in Allem wieder ein gelungener Kongress! Ich freue mich schon
auf den sechsten Kongress-Termin im Frauenwerk Stein.
Beate Kaspar
Liebe Jutta, Liebe Daniela,
Lieber Günter,
Herzlichen Glückwunsch Euch und dem gesamten Vorstand für
diesen qualitativ hochwertigen Kongress. Es ist Euch wirklich gelungen
interessante Vorträge mit Live-Coachings und große Kaliber
der NLP-Szene zu uns nach Fürth-Stein zu bringen.
16 Workshops am Samstag, bei denen die Wahl schwer fiel. Im zweiten
Block hätte ich am liebsten an allen 4 Workshops teilgenommen.
Ich fand es prima, dass es soviel Informationen über Randgebiete
und deutsche Weiterentwicklungen des NLPs gibt. So gaben uns Dagmar
Nieß und Julia Tomschat interessante Einblicke in EFT (Emotional
Freedom Technique), deren Einsatz sich besonders bei Kindern und Kinästheten
eignet, um Ressourcen freizusetzen.
Cora Besser-Siegmund kam extra aus Hamburg angereist, um uns für
ihre wingwave-Methode zu begeistern. Mit Kinesiologie wird punktgenau
gearbeitet. Dadurch ist es mit der sanften Methode der schnellen Augenbewegungen
möglich, auch große Einschränkungen wie z.B. Auftrittsängste
blitzschnell zu beseitigen.
Nicht weniger überzeugend waren die einheimischen Trainer und
Coaches, die uns mit Einblicken in ihre Arbeit wertvolle, alltagtaugliche
Tipps gaben. Laura Baxter erklärte, wie wir schonender mit unserer
Stimme umgehen können. Claudia Waschner erklärte mit viel
Einfühlungsvermögen, wie wir Konferenzen mit unserem inneren
Team abhalten können. Dies ist eine Teilearbeit nach Friedemann
Schulz-von-Thun. Die Teile werden dabei personifiziert, um ihre Absichten
besser hinterfragen zu können. Anschließend kann eine gemeinsame
Lösung verhandelt werden.
Der oberpfälzer Vorreiter im Trainingsgeschäft Werner Simmerl
zeigte uns mit viel Humor und großer Praxiserfahrung den Weg
zu unserer eigenen Schatzkammer. Mit Hilfe der neurologischen Ebenen
nach Robert Dilts können wir unsere Visionen Wirklichkeit werden
lassen.
Der Kongressrahmen am schon vertrauten Veranstaltungsort in Stein
ermöglichte das Kennenlernen und Wiedersehen netter Leute bei
guter Verpflegung und angenehmer Bedienung.
Am Sonntag gab es dann schon das nächste Highlight mit Lucas
Derks aus Nijmegen. Der erfahrene Psychologe zeigte uns auf sehr amüsante
und kurzweilige Weise, wie wir mittels des von ihm entwickelten Sozialen
Panoramas unsere intimen Beziehungen neu ordnen und intensivieren
können.
Vielen Dank noch einmal für die gelungenen Veranstaltungen.
Schöne Grüße
Dr. Gudrun Reinschmidt |